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Ich möchte unbedingt Modedesign studieren. Hat der Beruf eines Modedesigners überhaupt Zukunft in Deutschland?

Die Modeindustrie boomt und kann mit wachsenden Verkaufszahlen aufwarten. Die Tatsache, dass mehr und mehr prominente und modebewusste Vorreiter für neue Trends sorgen, darf hierbei nicht unterschätzt werden. Wer Modedesigner werden möchte, braucht allerdings nicht nur Talent und Können. Sehr wichtig ist eine fundierte Ausbildung, in der man auch mehr über Angebot und Nachfrage sowie das Marketing lernt.

Modedesigner – ein Beruf mit Zukunft

Die Ausbildung an einer renommierten Schule bring auf alle Fälle viele Pluspunkte. Die Bandbreite des Talents spielt eine Rolle, um an einer Modeschule angenommen zu werden. Wer zusätzliche zu grafischen Talenten, das Erstellen von Schnittmustern auch noch mit den üblichen Computergrafikprogrammen umgehen kann, hat schon mal gute Chancen. Bevor man sich an einer Hochschule für Design bewirbt, sollte man Praxiserfahrung gesammelt haben. Dies kann in Betrieben der Bekleidungsindustrie oder im traditionellen Schneiderhandwerk geschehen. Zulassungsvoraussetzung für ein Studium an den Hochschulen ist in der Regel ein Vorpraktikum von mindestens sechs Wochen bis hin zu drei Monaten. Eine abgeschlossene Berufsausbildung kann allerdings von diesem Praktikum befreien.

An Fachhochschulen, Hochschulen oder Kunsthochschulen kann man Modedesign studieren. Nach Angaben des Verbandes deutscher Modedesigner (VDMD) gibt es ungefähr 80 staatliche und private Schulen, die zum Modedesigner ausbilden. Weitere 30 Einrichtungen kommen dazu, die allerdings aufgrund ungenügender Ausbildungsstandards keine wichtige Marktberechtigung haben. Eine Ausbildung an einer privaten Schule ist teuer. Monatliche Studiengebühren beginnen bei 800 EURO, liegen aber oft sehr viel höher.

Bevor man sich für einen Studiengang als Modedesigner entscheidet sollte man vorher genau überprüfen, was im Studienplan angeboten wird. Welche Kontakte in die Industrie gibt es, wie ist die internationale Vernetzung und welche Ausbildungslehrgänge stehen zur Verfügung. Darüberhinaus sollte man sich den Lehrkörper ansehen: welche Professoren unterrichten und welche bekannten Absolventen hat die Hochschule hervorgebracht. Das Verhältnis von Dozenten zu Studierenden ist ebenfalls ein wesentlicher Faktor. Zwanzig Studierende in einem Lehrgang wären ideal.

Der ausgewählte Schwerpunkt sollte auf alle Fälle mit dem Lehrplan kompatibel sein. Laut VDMD ist z.B. die Hochschule Niederrhein für den technischen Bereich sehr zu empfehlen, für den kreativen Bereich wäre die FH Trier eine empfehlenswerte Entscheidung. Ab dem Jahr 2010 wird der Bachelor der Regelabschluss für Modedesign sein. Die Dauer des Studiums beträgt mindestens drei Jahre bis höchstens vier Jahre. Innerhalb des Grundstudiums sind Vorlesungen, zahlreiche Praktika und Übungen vorgesehen. Weiterhin sind Zeichnen, Gestalten, Betriebslehre und Wirtschaftswissenschaften, sowie Werklehre und Materialübungen vorgesehen. Die Geschichte des Designs spielt ebenso eine wichtige Rolle. Das Hauptstudium sieht eine Vertiefung dieser Fächer vor. Darüberhinaus wird es Praxissemester, Projekte und Seminare sowie ein Wahlpflichtfach geben.