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In meinem Freundeskreis steht bald ein größerer Umzug an. Was sollte vor einem Umzug alles geplant werden, um das Ganze möglichst stressfrei zu gestalten?

Es gibt einige wichtige Dinge, die beim Umzug nicht vergessen werden dürfen.

Bei einem Umzug fallen so allerhand Dinge an, die erledigt werden müssen, daher ist eine gute Planung wichtig, damit nichts schief geht. Zur Organisation des Umzugs gehört definitiv ein Umzugsplaner und das Aufstellen und Abarbeiten einer Checkliste. Das ist aber noch längst nicht Alles, denn beim Auszug und Einzug muss vielen Dingen Beachtung geschenkt werden. Zudem sollte man sich auch überlegen, welche Versicherungen für den Umzug und für die neue Wohnung sinnvoll wären. Zudem fallen Ab- und Ummeldungen an, ein Großteil dieser kann inzwischen auch online erledigt werden. Die wenigsten Menschen beschäftigen sich beim Umzug mit dem Thema Steuern, aber auch hier lässt sich kräftig Geld sparen.

Wer es ganz stressfrei möchte, sollte ein Umzugsunternehmen finden oder sich einen Umzugswagen und viele Helfer organisieren, denn meist enthält die alte Wohnung doch mehr Sachen, als man das so grob geschätzt hatte. Wer genügend Zeit hat, kann bei der Aktion Umzug alten Kram, der nicht mehr benötigt wird, entweder über Ebay verscherbeln, auf dem Flohmarkt anbieten oder ihn anderweitig loswerden, damit er in der neuen Wohnung nicht unnötig Platz frisst. Um den Hausrat zu verpacken, benötigt man nicht nur zahlreiche stabile Kartons, sondern auch genügend Polstermaterial und Packdecken. Empfindliche Fußböden und Türrahmen in der alten und neuen Wohnung schützt man am Besten mit Abdeckfolie, damit man sich hinterher nicht über die Kratzer ärgert, die in der Hektik des Gefechts ansonsten höchstwahrscheinlich entstehen.

Zur Checkliste könnten je nach Lebenssituation folgende Ämter und Behörden gehören: Arbeitsamt, Kfz-Versicherung und Zulassungsstelle, BAFöG-Amt und Hochschulverwaltung, Banken, Einwohnermeldeamt, GEZ, Kindergarten und Schulen, Kirche, Stromanbieter, Vereine und Verbände, Versicherungen sowie Zeitungs- und Zeitschriftenverlage. Am Besten stellt man bei der Post auch einen Nachsendeauftrag, der für bis zu 12 Monate gültig ist, falls man doch einen wichtigen Absender vergessen hat.

Auch der Aus- und Einzug hält jede Menge Fallstricke bereit. Bei der Kündigung muss in der Regel die Dreimonatsfrist eingehalten werden, wenn man Glück hat, akzeptiert der Vermieter jedoch auch einen Nachmieter. In Bezug auf durchzuführende Schönheitsreparaturen wendet man sich am Besten an Profis. Das Aufstellen eines Übergabeprotokolls schützt den Ausziehenden zudem davor, nachträglich vom ehemaligen Vermieter für irgendwelche Schäden, die im Protokoll nicht aufgeführt sind, zur Haftung herangezogen zu werden. Für die Heiz- und Warmwasserkosten lässt man am Besten eine Zwischenablesung durchführen. Selbstverständlich darf man nicht vergessen, sich vom Vermieter die Kaution zurückzahlen zu lassen. Wichtige Verhandlungsthemen der neuen Wohnung betreffen Kaution, Ablöse und Einbauten, auf das Übergabeprotokoll darf auch beim Einzug nicht verzichtet werden.

Einige private Haftpflichtversicherungen bieten auch bei Freundschaftsdiensten, wie dem Einsatz von Freunden und Bekannten als Umzugshelfer, eine begrenzte Deckung an. Ansonsten ist sie beispielsweise bei einem Wasserschaden, der durch eine defekte Waschmaschine schnell mal auftreten kann, unheimlich praktisch. Den Nutzen einer Hausratversicherung muss jeder persönlich einschätzen, bei Designermöbeln und teurer Elektronik ist sie jedoch empfehlenswert.

Auch wenn sich der Gang zum Einwohnermeldeamt nicht umgehen lässt, können viele An-, Ab- und Ummeldungen übers Internet erledigt werden. Informationen findet man in der Regel über Google.

Da sich sowohl private als auch berufliche Umzüge steuermindernd auswirken können, sollte man sämtliche Belege und Rechnungen, die den Umzug betreffen, aufheben. Die aktuellen steuerlichen Bestimmungen lassen sich natürlich im Internet ausfindig machen.